Wir stellen uns vor
Über Freestyle
Die Freestyle Jugendhilfe gGmbH ist ein freier Träger der Jugendhilfe, der seinen Schwerpunkt auf die Arbeit mit jungen Menschen gelegt hat, die oftmals in bestehenden Hilfesystemen nicht angekommen sind oder wiederholt Beziehungsabbrüche erleben mussten. Wir bieten unseren Jugendlichen kontinuierliche Beziehungsangebote und hohe Flexibilität in der Ausgestaltung der Hilfeangebote.
Schön, dass sie hier sind!
Wir sind Tabea und Christian Peters, die Gründer und Gesellschafter von Freestyle.
Die Arbeit für und mit jungen Menschen ist nicht nur unser Beruf, sondern unsere große Leidenschaft und Berufung. Als Sozialpädagogin, Sozialmanager und Pastorenehepaar ist es unser tiefster Wunsch, Jugendlichen und Familien einen sicheren Hafen und eine verlässliche Anlaufstelle zu bieten, wo sie wachsen, heilen und ihr volles Potenzial entfalten können.
Wir sind davon überzeugt: Jeder junge Mensch ist einzigartig, von Gott geliebt ist und verdient die Chance, sein Leben selbstbestimmt und voller Freude zu gestalten. Diesen Weg ebnen wir durch Gruppenangebote und individuelle Unterstützung, wertschätzende Begleitung und ein starkes Netzwerk an Fachkräften, die mit derselben Leidenschaft und Hingabe arbeiten wie wir.
Unser Ziel ist es, einen Ort zu schaffen, an dem sich jeder wohl und angenommen fühlt – einen Ort, an dem man nicht nur betreut, sondern wirklich gesehen und gehört wird.
Als Vertreter des Trägers kümmert sich Christian dabei im Bereich der Geschäftsführung insbesondere um die strategische Entwicklung des Unternehmens und die Kooperation mit externen Partnern. Er sorgt in enger Zusammenarbeit mit der operativen Geschäftsführerin dafür, dass unser Team die bestmöglichen Voraussetzungen hat, um junge Menschen auf ihrem Weg zu begleiten. Nach einer intensiven Zeit der Gründung ist Tabea nun hauptsächlich in beratender und impulsgebender Funktion tätig.
Wir laden Sie herzlich ein: Informieren Sie sich über Freestyle und begleiten Sie uns auf diesem wichtigen Weg.
Lassen Sie uns gemeinsam junge Menschen in eine positive Zukunft begleiten!
Tabea & Christian Peters,
Gründer*innen / Gesellschafter*innen
"Mein Ziel ist es, dass alle, die bei Freestyle arbeiten, gute Voraussetzungen haben, um Kinder und Jugendliche auch langfristig mit viel Freude und Professionalität zu begleiten."
Ich bin Antonia Kassigkeit und Teil der Geschäftsführung von Freestyle. Seit vielen Jahren setze ich mich hier mit Leidenschaft dafür ein, gute Rahmenbedingungen zu schaffen, damit unsere Fachkräfte jungen Menschen weiterhin auf Augenhöhe begegnen, ihnen Vertrauen schenken und sie dabei unterstützen können, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten.
In meiner Verantwortung liegen die Themen, die Freestyle im Inneren zusammenhalten: von der Personal- und Führungskräfteentwicklung über Finanzen, Organisation und Infrastruktur bis hin zu Qualitätssicherung, Compliance und Kommunikation. Ich sorge dafür, dass Prozesse rundlaufen, Ressourcen sinnvoll eingesetzt werden und wir als Team verlässlich und handlungsfähig bleiben.
Dabei ist mir wichtig, Strukturen so zu gestalten, dass sie den Menschen dienen – nicht umgekehrt. Ob in der Personalführung, im betrieblichen Gesundheitsmanagement oder in der Zusammenarbeit mit unserer MitarbeiterInnenvertretung: Mein Ziel ist es, dass alle, die bei Freestyle arbeiten, gute Voraussetzungen haben, um Kinder und Jugendliche auch langfristig mit viel Freude und Professionalität zu begleiten.
Gemeinsam mit Christian und unserem engagierten Team möchte ich Freestyle so weiterentwickeln, dass wir auch in Zukunft ein verlässlicher Ort sind – ein Ort, an dem Kinder, Jugendliche und Familien echte Chancen auf Entwicklung und Zukunft erhalten, unsere Mitarbeitenden wertgeschätzt und gestärkt werden und wir als Organisation stets neue Wege finden, um Menschen zu fördern und Hoffnung zu schenken.
Antonia Kassigkeit, Geschäftsführerin
Wie alles begann...
Unsere Story
Freestyle wurde 2008 aus einer privaten Initiative heraus gegründet, die ihren Ursprung in der Streetwork-Arbeit auf dem Alexanderplatz hatte. Regelmäßig engagierten sich die drei Gründer*innen Tabea, Benjamin und Christian hier ehrenamtlich. Sie verteilten Essen und Getränke an Jugendliche, die keinen Platz in klassischen Strukturen fanden und boten Gespräche und Hilfestellung an. Wegen der Musikbegeisterung der Jugendlichen nahmen sie oft ihre Soundanlage mit und so entstanden Gespräche mit jungen Menschen, denen sonst kaum jemand zuhörte.
Schnell zeigte sich, dass viele Jugendliche – meist volljährig – bereits Heime, Obdachlosigkeit oder andere Stationen hinter sich hatten, ohne je langfristige Hilfe oder Perspektiven zu erhalten. In Gruppen kamen sie oft nicht zurecht und wurden nach Regelverstößen weitergereicht. Ein echtes Ankommen gab es nicht.
Damals trafen die Gründer*innen die Jugendlichen nur in ihrer Freizeit. Die Idee, einen Verein zu gründen und das Angebot zu strukturieren, führte am 13.11.2010 zur Gründung von Freestyle e.V. Der Vereinsname steht für die Entwicklung eines selbständigen Lebensstils der Jugendlichen und die Unterstützung unserer Sozialpädagog*innen, um sie in diese neue Freiheit zu begleiten.
2012 wurde das erste Büro eröffnet, erste angestellte Fachkräfte kamen dazu und das Hilfeangebot wuchs stetig. Immer stand dabei im Mittelpunkt, Angebote aus Sicht der Jugendlichen zu denken und flexibel auf ihre Lebensrealitäten zu reagieren.
Waren es anfänglich nur ambulante Hilfen, folgten stationäre Individualangebote in verschiedenen Intensitäten, betreutes Wohnen für Mütter mit Kind, eine Wohngruppe für sog. „Systemsprenger“ und ein „Team Street“ mit einem sehr niedrigschwelligen Ansatz.
Die erste Wohnung wurde 2013 angemietet und ist auch heute noch Teil unseres Bestands. Gerade zu Beginn wurden die Wohnungen noch von den Gründer*innn selbst ausgestattet und auf Vordermann gebracht: vom Renovieren, über Möbel aufbauen bis hin zu Umzug und Reinigung. Die Klient*innen wurden bis zu später Stunde betreut und es war selbstverständlich, die „Extra-Meile“ mit ihnen gemeinsam zu gehen.
Über die Jahre entstanden außerdem viele laufende Projekte, wie das Urban Style Berlin mit einem Schwerpunkt auf Tanz- und Musikkultur. Aus Urban Style Berlin wurde die Jugendkirchenarbeit Offbeat, die nun selbständig weitergeführt wird. Ein Schwerpunkt ist weiterhin, Räume der Begegnung in Subkulturen zu schaffen.
Seit 2012 gehört ebenso das Kidsfest zu unseren festen Formaten – ein niedrigschwelliges, aktivierendes Angebot genau an der Schnittstelle zwischen aufsuchender Sozialarbeit und Kinderkirche für Familien in sozialen Brennpunkten. Hieraus ist im Laufe der Zeit Hope for One entstanden. Dieses Hilfswerk unterstützt als Teil unseres Netzwerks mittlerweile weltweit private ehrenamtliche Initiativen in herausfordernden Umgebungen bei der Umsetzung ähnlicher lokaler Projekte für Kinder und Familien. Wir freuen uns als Freestyle sehr, hier einen präventiven Beitrag zu leisten und so einen kleinen Teil dazu beizutragen, dass ähnliche Projekte überall auf der Welt entstehen können.
2015 wuchs das Team auf 15 Festangestellte und rund 10 Ehrenamtliche, neue Büroräume wurden angemietet. 2016 folgte die Einsetzung der ersten Teamleiter*innen, sodass vor allem Benjamin und Christian sich fortan auf strategische Aufgaben konzentrieren konnten.
Die Etablierung der Freestyle-Angebote im Land Berlin verlief schleppend, aber das Vertrauen der einzelnen Jugendämter in unsere Hilfeangebote und -umsetzungen stieg stetig an. Waren es zu Anfang nur vereinzelte Anfragen der Jugendämter an den Träger und häufiger die Bitten der Jugendlichen, von uns betreut zu werden, ist der Träger in den letzten Jahren zu einer wahren Größe in Sachen Arbeit mit sog. „Systemsprengern“ herangewachsen.
Zur bundesweiten Bekanntheit des Vereins beigetragen haben darüber hinaus wohl auch der Bernhard-Vogel-Bildungspreis, welchen Freestyle 2014 für sein Streetwork-Projekt auf dem Alexanderplatz gewonnen hatte oder auch eine SternTV-Reportage in 2018, welche die Betreuung und den Alltag einiger unserer Klient*innen begleitete. In diesem Jahr wurde Sven Knab als Geschäftsführer für den Bereich „Hilfen zur Erziehung“ eingesetzt.
2020 konnten wir unser Angebot für Systemsprenger in Spandau – unserer Homebase – endlich starten. Der Umbau wurde pünktlich fertiggestellt, die Nutzungsgenehmigung traf rechtzeitig ein, und wir konnten die ersten Klient*innen willkommen heißen. Bereits ein Jahr später zählten wir durch den neu entstandenen Standort in Spandau 120 engagierte Mitarbeiter*innen, die gemeinsam mit uns unsere Vision vorantrieben.
Nach dem Rücktritt von Sven Knab in 2022 übernahmen Christian und Benjamin als Vorstand erneut die Geschäftsführung. Es wurde Zeit, die internen Strukturen – etwa in Prozessen oder der Verwaltung – an die gewachsene Vereinsgröße anzupassen. Diese Veränderungen schufen eine stabile Grundlage für unsere weitere Entwicklung und Wachstum.
Mit der Gründung unseres Standorts in München wagten wir 2023 den nächsten Schritt, um unsere Angebote in einer weiteren Region zu verankern.
Kurz darauf eröffneten wir 2024 in Friedrichshain einen weiteren Standort in Berlin und bauten hierdurch unser Angebot der stationären Hilfen aus und erweiterten es um das Team FLEX, welches flexible stationäre Betreuung als Clearing anbietet.
2025 zählen wir ca. 190 Mitarbeitende, knapp 360 Klient*innen und 192 Wohnungen für unsere Jugendlichen. Von den Gründern sind nach Benjamins Rücktritt in 2024 noch Tabea und Christian übrig.
Durch die Umwandlung des „freestyle e.V.“ in die „Freestyle Jugendhilfe gGmbH“ haben wir uns zukunftsfähig aufgestellt und mit Antonia Kassigkeit eine fantastische Besetzung für die operative Geschäftsführung gewinnen können.
Wir blicken zurück auf viele „Tiefs“ und noch mehr „Hochs“. Was sich aber auch nach 15 Jahren Trägergeschichte nicht geändert hat, sind unsere Wurzeln, unser Herz und unsere Haltung:
Einer jungen Generation Vertrauen schenken!
Unser Werdegang im Detail
Unsere Meilensteine
- Benjamin ist der erste Angestellte (Jugendarbeit)
- Christian übernimmt die Verwaltung
- Tabea und Christian starten das "Kidsfest" (aufsuchende Kinderarbeit in Berlin Neu-Hohenschönhausen)
- erste Wohnung wird angemietet
- Ende des Jahres besteht das Team aus 15 Mitarbeitenden
- Christian übernimmt den Bereich der kaufmännischen Leitung und wird angestellt
- Sven Knab wird als Geschäftsführer für den HZE Bereich eingesetzt
- Umzug der zentralen Verwaltung in die Berliner Allee
- Rücktritt Benjamin
- (erstmals) Auszeichnung als “Great Place to Work”
- Eröffnung eines zentralen Treffpunktangebotes für Jugendliche in Weißensee
- Umwandlung des freestyle e.V. in die Freestyle Jugendhilfe gGmbH
- Änderung der Geschäftsadresse in die Berliner Allee
- Übernahme der operativen Geschäftsführung durch Antonia Kassigkeit
Wir sind eine Einrichtung im Verbund der